Wildes campen irgendwo in Schweden. Es ist nicht zu weit weg von einem Weg, da ich das Fahrrad nicht gern geschoben habe.
Mit einem Freund radelten ich von Göteborg nach Stockholm, wo wir einen weiteren Freund besuchten. Von dort aus ging es für mich allein weiter nach Trelleborg und zeltete dabei wild. Das Schöne an Schweden ist, dass es legal ist, man braucht also keine Angst zu haben, gesehen zu werden. Und es ist schön, Wasser immer in der Nähe zu haben. Ein Bad, um das Salz des Tages wegzuspülen, ist immer sehr willkommen. Nur in diesem Fall hat es nicht so gut geklappt, diese Seite des Sees war sehr flach und mit Steinen übersäht. In ausreichend tiefes Wasser zu kommen, war harte Arbeit, aber die Mühe wert. Und der Sonnenuntergang am Ende des Tages war wunderschön.
Blick auf den See in der Nähe meines Campingortes.
Septembermorgen in Richmond Park (London, Vereinigtes Königreich)
Als ich in London lebte, bestand mein Arbeitsweg aus einer Radtour und einer Zugfahrt (manchmal radelte ich die ganze Strecke, aber das war weit mehr als eine Stunde Radfahren). Die Radtour selber führte mich oft durch den Richmond Park. Der Park ist ziemlich groß, zumindest viel größer als ich erwartet hatte mit etwa 3 mal 3 km langen Seiten. Und manchmal war die Aussicht dort einfach schön, definitiv ein ruhiger Ort im sonst eher hektischem London. Auf dem Bild oben war die dünne Nebelschicht wirklich schön. Es kam ein paar Mal vor, dass meine Füße in den Nebel tauchten, während ich darüber hinwegsehen konnte.
Winterliche Bedingungen am Observatorium auf dem Roque de Las Muchachos, La Palma, Spanien
Im März hatte ich Arbeiten auf dem höchsten Berg von La Palma zu tun. Während ich mein Zuhause in Meeresnähe bei um die 20°C verließ, fand ich auf dem Gipfel eine beeindruckende Eislandschaft. Das Wasser aus den Wolken war an jeder Oberfläche gefroren und hat dabei unter anderem auch Eiszapfen gebildet, die die Windrichtung anzeigten.
Ein Ausflug mit den Pferden durch den Tiefschnee, irgendwo im Erzgebirge
Winter ist hoffentlich für dieses Jahr vorbei, ich freue mich auf Radtouren bei warmen Temperaturen. Für mich gab es dieses Jahr wenig Schnee, aber ich habe die Hoffnung, dass es in anderen Jahren wieder besser wird (die Hoffnung ist nicht zu groß: https://dasklima.podigee.io/).
Das Foto ist vor ein paar Jahren beim Langlaufen entstanden und es war einfach Glück, dass sich unsere Wege kreuzten. Es war noch vor der Zeit wo die Smartphones gute Kameras hatten und es hat sich gelohnt, die richtige Kamera immer im Rucksack zu haben.
Dies war meine erste Reise auf einen anderen Kontinent. Da ich zuvor aber schon drei Mal zum Beobachten nach Spanien geflogen bin, fühlte ich mich gut vorbereitet. Und ich hatte mich ja auch gut vorbereitet, die Reise lief problemlos und auch die Einreise in die USA hat gut geklappt, abgesehen von leichten Ausspracheproblemen war es entspannt.
Aber etwas hatte ich vergessen: Das Wochenende. Und so fiel mir erst über dem Atlantik auf, dass ich zwar bis zum Basiscamp des Observatoriums mit meiner Reiseplanung komme, aber vermutlich niemand verfügbar ist, mich von dort zur Unterkunft 1000m höher und 16km entfernt zu bringen. Aber zum Glück war das fast zur gleichen Zeit meinem Kontakt am Observatorium auch aufgefallen, so dass ich beim Zwischenstop in den USA und nach der Einreise schon eine E-Mail in meinem Posteingang fand, welche eine Lösung enthielt, nämlich das mein Kontakt und seine Frau die Chance für einen Ausflug nutzen um mich dabei auch zur Unterkunft des Observatorium zu fahren. Ich war sehr dankbar dafür, da ich sonst hätte noch eine weitere Nacht in Tuscon verbringen müssen und das Taxi zum Basiscamp neu organisieren müssen. Damals noch ohne Smartphone, und noch nicht mal ein Handy, da mein Handy von 2002 nicht für die Mobilfunkfrequenzen in den USA ausgelegt war. Wie viel sich in 10 (oder 20) Jahren ändert.
Beim Durchschauen der Bilder habe ich noch mehr Dinge zum Erzählen wiederentdeckt, aber dazu ein anderes Mal mehr.
Rentiere in Norwegen, zwischen Vuomahytta und Gaskashytta.
Auf unserer Wanderung in Norwegen haben wir nur zwei Mal größere Tiere gesehen, beide Male war es eine Gruppe von Rentieren. Als wir den Schlüssel für die Hütten abholten, wurde uns gesagt, dass wir auch Bären treffen könnten, und es war echt schön, dass das nicht passiert ist. Die Rentiere waren ziemlich scheu und hielten großen Abstand zu uns. Vermutlich treffen sie nicht viele Menschen, uns sind am Tag nur eine handvoll begegnet.
Blick von der Hohen Wurzel (Taunus) auf den Rhein zwischen Wiesbaden and Mainz, aufgenommen im März 2008.
Ich nutzte die Semesterferien um Familie zu besuchen. An einem Tag ging es zum Wandern in den Taunus, bis auf den höchsten Berg in der Umgebung, die Hohe Wurzel (618m). Leider hat es sich am Mittag zugezogen, so dass die Aussicht nicht so besonders war. Und aufgrund der Temperaturen die Pause auch recht kurz ausfiel.
Ich wurde beobachtet.Die Vegetation im Tal
Der Höhenunterschied von über 400m war in der Vegetation sichtbar. Während es im Tal Mitte März schon anfing zu blühen, gab es oben noch einige Reste Schnee.
Leuchtenburg in Thüringen mit etwas Kahla im Vordergrund.
Entstanden ist das Foto auf einer der vielen Radtouren, die ich an meinem damaligen Wohnort unternommen habe. Für viele Jahre war fast jedes Wochenende unterwegs. Es ist etwas diesig, aber der beginnende Herbst ist trotzdem schön an den Hängen zu sehen.
Direkt vor mir befindet sich ein gut erhaltener Teil des alten Wegenetzes, während unter mir das moderne Straßennetz zu sehen ist. Und vor mir ist viel Natur, das Ziel der heutigen Wanderung. Dies ist die Landschaft oberhalb von Santa Cruz de La Palma, in der Nähe von Velhoco.
Die Wanderung war wieder schön, es war ein Wechsel zwischen der sehr trockener Landschaft näher am Meer und Landschaft, die nass genug ist, den Kiefernwald zu erhalten. Wobei sich die Kiefern ihr Wasser zum Großteil selber besorgen, sie sorgen dafür, dass die kleinen Wassertropfen von Wolken, die oft am Berg hängen, an den Nadeln abtopfen. Die steile Landschaft hat den Vorteil vieler großartiger Ausblicke.
Kleine Brücke von 1841 über die Schwarze Pockau, an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland. Aufgenommen am 2004-09-01
Damals arbeitete ich im Schichtdienst, inklusive Wochenende, mit einem Arbeitsweg von zwei Mal 15 km. Für ein Jahr jede Woche mindestens 150 km zu radeln war gut für die Fitness. Der Schichtdienst erlaubte, sich in der Woche Mal aufs Fahrrad zu setzen und einen ganzen Tag unterwegs zu sein. Und so kam ich einem halben Tag später an dieser Brücke vorbei. Die Gegend war toll, es war ruhig, warm, sonnig, abseits von Straßen. Ich fühlte mich total gut dort zu sein.
Landschaft entlang der Schwarzen Pockau, an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland.
Ich hatte mir damals tatsächlich vorgenommen, nochmal den Weg entlang der schwarzen Pockau zu radeln, habe das aber immer noch nicht geschafft. Schade, aber jetzt darüber zu schreiben hilft hoffentlich meiner Motivation.