Morgendliche Nebelschwaden im Erzgebirge an einem Tag im August.
In den Semesterferien hatte ich die Chance, an einem sonnigen Morgen eine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. Der Sonnenschein war toll, aber der beste Moment war, als ich aus dem Wald kam und den Nebel überm Tal sehen konnte, etwas was ich bis dahin nur sehr selten erlebt hatte. Erst ein paar Jahre später war ich dann zum ersten Mal richtig über den Wolken.
Radweg auf der alten Eisenbahnstrecke von Padstow nach Bodmin (Cornwall, England).
Bei meiner Radtour durch Cornwall und Devon im Südwesten Englands war dieses Stück etwas besonderes: Mehrere Kilometer flacher Weg. Davor ging es zweieinhalb Tage viel auf und ab. Und auch danach hatte ich noch viele Höhenmeter. Das habe ich auch an meinem Hunger gemerkt. Ich hatte mein zweites Frühstück in einem Café in Padstow, erst eine Cornish Breakfast (Cornisches Frühstück) und dann hatte jemand am Nachbartisch ein großes Stück Zitronen-Baiser-Torte, welche ich danach auch noch für mich bestellte. Gut gestärkt ging es dann entlang der alten Eisenbahnstreck aus Padstow heraus und weiter für die vielen Höhenmeter danach.
Das erste Sonnenlicht scheint aus der Mitte des Mittelmeeres aufzusteigen. Beobachtet vom Calar Alto, Andalusien, Spanien.
Nach einer Beobachtungsnacht sehne ich mich für gewöhnlich nach dem Schlaf. Dieser Wunsch ist am stärksten zwischen 3 und 5 Uhr. Aber es kann auch gut sein, wenn man diesem Wunsch nicht direkt nachgibt, da so ein Sonnenaufgang ja auch toll sein kann. In diesem Fall war es ein Geburtstagsanruf, den ich noch machen wollte und deswegen nicht direkt ins Bett gegangen bin.
Eine verformte Sonne schwebt über dem Mittelmeer.
Die Sonne ist aufgrund der Erdatmosphäre etwas verformt, die Luft wirkt wie eine Linse und direkt überm Horizont ist der Weg des Lichtes durch die Luft am längsten. Und eigentlich ist die Sonne im Foto noch gar nicht aufgegangen, die Atmosphäre sorgt dafür, dass wir etwas um die Ecke schauen können. Ohne Atmosphäre würde die Sonne erst in wenigen Minuten sichtbar werden.
Kurz nach dem Sonnenaufgang wird das Wolkenmeer unter mir komplett sichtbar. Beobachtet vom Calar Alto, Andalusien, Spanien.
Jetzt war es wirklich Zeit fürs Bett, damit noch 8 Stunden Schlaf zusammen kommen können.
Rentiere in Norwegen, zwischen Gappohytta und Rostahytta.Auf dem Weg zum höchsten Punkt unserer zweiten Wandertages, zwischen Gappohytta und Rostahytta.
Die Beiden Bilder sind innerhalb von zwei Minuten entstanden. Irgendwie vermitteln sie gut mein Gefühl von damals und das war nicht besonders in dem Moment. Das erste Mal Rentiere waren zwar aufregend, aber den schweren Rucksack den dritten Tag durch die kahle Landschaft, mit den tiefhängenden Wolken und kühlem Wetter zu schleppen war nicht das beste Gefühl. Vermutlich taten mir auch meine Schultern weh. Aber es gibt auch einen Lichtblick, den kleinen Flecken Sonne am Berg. Und tatsächlich hatten wir ein klein wenig Sonne während unserer Mittagspause knapp unterhalb des Passes.
Von Waimea aus habe ich am Keck Teleskop beobachtet. Waimea ist dabei definitiv kein Tourismusort, die Erkundungen tagsüber waren nicht sehr interessant, ich bin nur auf Asphalt gelaufen. Aber etwas interessantes ist mir dann doch aufgefallen: Die Vegetationszonen wechselten sich ganz schnell ab. In dem Panoramabild dieses Blogeintrags ist das gut zu sehen. Der Vordergrund ist total trocken, die Hänge links sind etwas grüner und auf den Hängen rechts wächst Regenwald. Man erkennt auch an den Wolken wo es vermutlich etwas feuchter ist. Diese Wolken waren immer an ähnlicher Stelle. Dort, wo der Nordostwind auf Land trifft, muss die feuchte Luft aufsteigen und kühlt sich dabei ab. Es bilden sich Tropfen und Wolken, die sich abregnen. Sobald die Luft allerdings über die Berge ist, kann sie wieder absinken und erwärmt sich dabei. Dadurch lösen sich der restlichen Wolken wieder auf, hinter (oder von meinem Standort aus: vor) den Bergen regnet es dadurch nur sehr selten. In einer Stunde kann man von total trockener Landschaft in den Regenwald laufen, diese große Änderung ist aus europäischer Sicht ungewöhnlich.
Interessant war auch die Reise hierher. Ich habe einen erfahrenen Beobachterkollegen erst am Flughafen getroffen, er hatte das Auto gemietet um nach Waimea zu fahren. Davor hatten wir nur E-Mail-Kontakt, ich habe ihn nie gesehen und ich hatte auch kein funktionierendes Handy. Und doch hat alles einwandfrei geklappt. Diese Art des unbedarften Reisens kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen, ich verlasse mich total, dass ich Leuten per Smartphone informieren könnte, wenn es ein Problem gibt. Könnte natürlich auch daran liegen, dass ich 12 Jahre älter bin. Wie ist eure Erfahrung damit?
Der Bär hinterm Haus (Foto wurde durchs Fenster aufgenommen)
Nachdem ich fast problemlos auf dem Mt. Hopkins in Arizona, USA, angekommen war, habe ich wieder die Gegend erkundet. Dies war jedoch etwas anders als Deutschland, hier gab es gefährliche Tiere. Eine Klapperschlange habe ich nicht gesehen, dafür aber einen Bär. Beim ersten Mal war ich auf dem Weg zum Teleskop, was nochmal ein 3 km Spaziergang mit 200m Höhenunterschied war. Und dann lief 400 Meter vorm Ziel der Bär über den Weg, nicht weit von mir entfernt. Glücklicherweise neben weiteren Gebäuden des Observatoriums, so dass ich von dort über Funk nachfragen konnte ob mich jemand vom Teleskop abholen kommen kann. Was sie auch getan haben, aber sie meinten auch, dass ich mehr Angst als nötig hatte. Und natürlich war der Bär dann auch schon nicht mehr zu sehen.
Am Tag meiner Abreise bin ich nochmal im Hellen zum Teleskop gelaufen, diesmal hörte ich den Bär zuerst. Ein paar Äste knacktem unter seinem Gewicht. Aber es war auch schön, wie er aus dem Baum heraus schaute, so dass ich nochmal ein gutes Foto bekam.
Der Bär im Baum. War ich froh, dass ich eine Kamera mit 10-fachem optischen Zoom hatte, der Bär ist weiter weg, als es den Anschein hat.
Menhir (Monolith) in der Bretagne (Frankreich), inmitten von Kühen.
Wir sahen diesen Menhir auf unserer Radtour durch die Bretagne von einer kleinen Straße aus. Es war reiner Zufall, aber dafür imposant. Etwas daneben lag noch ein sehr schräg stehender Stein.
Frühling im Saaletal: Löwenzahn und Apfelblüte vor den Kalksteinklippen bei Jena.
Dies ist eines der vielen Fotos, die im Laufe der Jahre bei meinen Ausflügen zu Fuß oder mit dem Fahrrad entstanden. Einfach ein Schnappschuss der Landschaft, weil sie mir so gefiel. Wenn ich heute darauf schaue, dann sind die Farben des Himmels zwar etwas schwach, aber man kann halt nicht alles haben.
Blick von den östlichen Hügeln Granadas (Spanien), oberhalb der Alhambra, nach Südosten zur schneebedeckten Sierra Nevada.
Im Frühjahr 2012 war mein (bisher) letzter Besuch am Calar Alto Observatorium. Diesmal ging es zuvor aber noch ins nahe gelegene Granada, wo ich einen Vortrag über mein Projekt gehalten habe und danach noch hilfreiche Diskussionen mit den dortigen Kollegen führen konnte. Am Tag der Anreise, aber auch morgens und abends an den Arbeitstagen hatte ich die Chance genutzt und die Gegend besucht. Obiges Foto war oberhalb der Alhambra entstanden. Ende März lag in der Sierra Nevada noch viel Schnee, während man in Granada mit kurzen Sachen unterwegs sein konnte. Mich hat an Granada beeindruckt, wie viele verschiedene Baustile in der Stadt existieren, und wie schnell man von vollen Plätzen in menschenleerer Landschaft ist.
Nord-Norwegen, in der Nähe zur Schwedischen Grenze, irgendwo zwischen Goldahytta und Gappohytta.
Dies war der zweite Tag unserer Wandung durch Norwegen. Die Nacht war gut, insbesondere nach dem erfrischendem (und sehr, sehr kurzem) Bad in einem der Seen in der Nähe der Hütte. Die Ausblicke waren einfach nur schön.
Das Höhenprofil (rot) der Wanderung des zweiten Tages. Da wir so Zeitig and der Hütte waren, haben wir noch das Besteigen eines nahen Berges ohne unser Gepäck genossen, was dann nochmal 300m in 5km zur Stecke hinzufügte. Erstellt mit https://github.com/ronnyerrmann/gpslogging