Ein klein wenig Sonnenschein kommt durch den frostigen Nebel
Nach ein paar klaren Tagen mit frostigen Nächten kam letzte Nacht etwas feuchtere Luft, so dass es jetzt erstmal mit den klaren Tagen vorbei ist. Feuchtigkeit auf gefrorenem Boden bedeutete, dass Fahrradfahren ein unnötiges Risiko gewesen wäre. Es zog mich trotzdem nach draußen. Auch wenn es kein Schnee war, Eisnädelchen sehen ja auch gut aus.
Frostiger Wegesrand mit einem frostfreiem Streifen im GrasEin Pfad ins Nirgendwo. In Großbritannien verlaufen Pfade auch mal quer übers Feld. Und da der Pfad nicht zu häufig benutzt wird, ist die Aussaht auf dem Weg nur geringfügig niedriger als daneben.Schlehen und Hagebutten im Frost
Nach drei Stunden war ich wieder im warmen, was vor allem die Füße freute. Die Wanderschuhe hatte ich schon länger nicht mehr an. Ansonsten hatte ich mich warm genug angezogen, einzig die Fotohand war etwas kälter.
Ein regnerischer, grauer Sonntagmorgen in Großbritannien. Weit entfernt ist blauer Himmel zu sehen, aber das ist leider nicht meine Richtung.
Beim letzten Betrag über England habe ich mich noch über die Trockenheit beschwert. Das hat sich die letzten Wochen geändert, es gibt jetzt des öfteren nassgraues Novemberwetter. Aber, dank südlicher Strömung ist es noch recht warm, für gewöhnlich über 12°C. Dadurch kann man auch recht angenehm im Regen radeln. Meine Mitradler sahen das zwar nicht so, aber ich war in der Stimmung mir etwas gutes zu tun und so machte ich mich halt allein auf den Weg. Nach 30 Minuten war der schlimmste Regen vorbei, und nochmal 1,5 Stunden konnte ich die Regenjacke wegpacken. In einiger Entfernung sah ich sogar blauen Himmel, hatte jedoch keine Hoffnung diesen zu erreichen. Ich fand die Variationen in den Wolken sehr schön anzusehen. Im Panorama kommt das zwar nicht so gut rüber, ich hab es trotzdem hochgeladen.
360 Grad Panorama im flachen nirgendwo.Etwas später gab es noch eine Wolkenlücke für mich, in ein paar Minuten kommt die Sonne raus.
Es gab noch einen weiteren Regenguss, bevor ich bei schönstem Sonnenschein zu Hause ankam.
Lichtsmog über Santa Cruz de La Palma (Kanarische Inseln)
Im Rahmen einer Konferenz habe ich den Nachmittag auf dem Roque de Los Muchachos verbracht, Teleskope besichtigt, den Beginn der Nacht abgewartet, und erst nach Einbruch der Dunkelheit ging es in die Stadt zurück. Auf dem Weg nach unten hielten wir noch einmal und hatten einen guten Blick über die Westseite der Insel. Das hell erleuchtete Santa Cruz mit den kleineren Ortschaften im Hintergrund. Die Wolken waren durch die Lichter gut sichtbar. Die Lichter sind zwar schön anzusehen, allerdings verhindern sie die Schönheit des Sternenhimmels zu sehen, beeinflussen unseren Schlaf negativ, und sind auch ein echtes Problem für die Tierwelt (was dadurch auch ein Problem für den Menschen ist).
Vor ein paar Wochen habe ich die Chance in waldreicheren Gebieten als um meinen aktuellen Wohnort herum genutzt, um wieder mehr durch Wald zu wandern. Und im Herbst lohnt es sich ja auch, die Augen nach Essen offen zu halten. Brombeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren gab es zwar keine, aber Pilze standen reichlich rum. Die meisten wollten wir zwar nicht mitnehmen, aber für eine kleine Mahlzeit hat es am Ende doch gereicht.
Nicht so gute, aber schön anzusehende PilzeHexenring, etwas, was mir zuvor noch nie beim Pilze suchen aufgefallen ist. Auch diese haben wir stehen gelassen.Erfolgreiches SammelnHerbstliche Stimmung im Erzgebirge. Intensive Farben sind toll.
Ich mache auch weiterhin Unternehmungen and Fotos, aber dadurch habe ich weniger Zeit zum posten. Und natürlich die Arbeit, welche zwar schön ist, aber so viel Zeit in Anspruch nimmt :). Auf dem Heimweg ist kürzlich dieses Foto entstanden, mit kuschligen und pastellen Wolken, viel blauem Himmel, angenehme Temperaturen und Geruch von Stroh. Letztere sind schwer in einem Photo einzufangen, ich hoffe, dass ihr einen Idee davon habt. Ich war jedenfalls glücklich und habe den huckeligen Feldweg nicht bereut. Die Brombeeren später waren noch ein schönes Extra.
Dies war bereits die letzte Übernachtung bei unserer Wanderung durch Nordnorwegen. Jeden Tag wurden die Wanderungen einfacher, zum einem wegen des Trainings und zum anderen hatten wir auch immer weniger Essen zu schleppen. Wir hatten gut geplant und noch ausreichend übrig, so dass wir an diesem Abend richtig geschlemmert haben.
Zwischen diesen beiden Sonnenuntergängen lagen 4 Tage. Es ist schön, wie abwechslungsreich die Natur sein kann. Jedes Bild vermittelt ein eigenes Gefühl.
Eine partiell vom Mond bedeckte Sonne geht hinter einem Wolkenmeer auf. Blick vom Calar Alto, Spanien
Niemand anderes in der Gruppe wollte diesen Beobachtunglauf am Calar Alto übernehmen, welcher am 2. Januar startete. Ich musste zwar mein Silvester etwas umplanen, aber die gleichzeitig stattfindende partielle Sonnenfinsternis hat mich schon interessiert. Und so feierte ich bis 2 Uhr morgens Silvester, schlief bis 4 Uhr und nahm den ersten Zug Richtung Flughafen. Meinen Umstieg hätte ich fast verpasst, ich war dann doch überrascht wie schnell die Zeit im warmen Warteraum vergangen war. Am Check-in Schalter am Flughafen war man begeistert, dass ich jetzt auch da war, die einzige andere Fluggästin hatte bereits eingecheckt. Und so hatte ich fast einen privaten Flug von Frankfurt nach Madrid. Am nächsten Morgen ging es dann in einem normal besetzten Flugzeug nach Almeria, so dass ich gegen Mittag am Observatorium ankam. Und am Ende der Beobachtungsnacht konnte ich noch einen ungewöhnlichen Sonnenaufgang genießen. Oder zwei, einen linken und einen rechten. Ich glaube, danach habe ich gut geschlafen.
Eine partiell vom Mond bedeckte Sonne geht hinter einem Wolkenmeer auf. Ohne Sonnenfilter ist die Sonne trotz der teilweisen Bedeckung sehr hell. Blick vom Calar Alto, Spanien
Blick zurück nach Santa Cruz de La Palma, dort fing diese Radtour vor ein paar Stunden an.
Nachdem ich meine Fitness mit dem Fahrrad einen Monat lang an die Landschaft von La Palma anpassen konnte, wagte ich die große Herausforderung Richtung Gipfel zu radeln. Allerdings entspannt, ich wollte einfach mal schauen, wie weit ich komme. Bei 2000 Metern habe ich noch einen kurzen Ausflug zu Fuß Richtung Las Nieves gemacht, was den anderen Muskeln etwas Ruhe gab. Gut fand ich, dass man das Stück zu Fuß auch anhand der geringen Geschwindigkeit sah, ich war also gar nicht so langsam mit dem Fahrrad bergauf. Das härteste Stück war nach der Baumgrenze. Psychologisch fühlte es sich so an, als ob man es fast geschafft hat, aber es geht dann nochmal 4 km bergauf. Ärgerlich ist auch, dass man nochmal ein Stück runter muss, bevor man zum Gipfel kommt, wobei die Erholung auch angenehm ist. Auf jeden Fall war es ein tolles Gefühl, oben angekommen zu sein. Und natürlich war auch die Fahrt zurück ans Meer toll. Als Radfahrer kann man sogar Autos überholen.
Später bin ich noch zwei Mal für die Arbeit mit dem Fahrrad den Berg hoch gefahren, bevor ich durch zu viele Besuche von Freunden und Familie nicht mehr die Zeit zum Trainieren fand. Dank der Besuche habe ich vieles anderes noch erkunden können und natürlich die gemeinsame Zeit genossen.
Verschiedene Schichten von Vulkanausbrüchen. Farbige Asche und Schichten von Lavaflüssen.Höhenprofil (rot) und Geschwindigkeitsprofil (grün) von meiner Radtour.Geografische Karte aus den STRM Daten mit meiner Route, erstellt mit https://github.com/ronnyerrmann/cycle_logging. Die weißen Flecken sind Bereiche, in welchem die Landschaft so steil ist, dass keine vernünftigen Höheninformationen verfügbar sind.