• England 2022 (3)

    Frühling in England

    Das Osterwochenende kam wie (fast) jedes Jahr mit bestem Wetter, viel Sonne und Wärme. Draußen zu sein macht Spaß, es ist so grün und blumig. Dies ist einer von vielen Eindrücken vom Wochenende, als Blütenenliebhaberin konnte man aller 5 Minuten solche Fotos machen. Die Fotos sind bei einer 90 km Radtour entstanden, die längste Tour dieses Jahr, bisher.

    Kirschblüte
    Kirschblüte
  • Der Rassismus in der Mitte der Gesellschaft

    Eigentlich wollte ich heute Abend einen Freund treffen, der in Mitteleuropa seine Arbeitsstelle an der Uni hat und am Wochenende zur Hochzeitsfeier von Freunden gehen wollte und bis dahin noch ein paar andere Freunde sehen wollte. Aber da das nicht klappt, kann ich ein wenig über Rassismus schreiben. Rassismus ist nämlich der Grund, dass er nicht ins Vereinigte Königreich einreisen kann. Er hat den falschen Pass und daher nicht die Privilegien die man mit westeuropäischem, nordamerikanischem, und vermutlich auch australischem, neuseeländischem, oder japanischem Pass hat: Man kommt ohne Visa fast in jedes andere Land. Er kam bei seiner Reise nur bis zum Check-in Schalter am Flughafen, wo ihm gesagt wurde, er darf nicht nach England, sondern bräuchte ein Visum für die Einreise. Steht halt nur nicht auf der Webseite der britischen Grenzkontrolle, so dass er keins beantragt hatte. Und für viele Jahre konnte er auch problemlos ohne Visa reisen.

    Die Fluggesellschaft war wenigstens so nett, ihn auf einen späteren Flug umzubuchen, so dass er einige Telefonate mit der britischen Botschaft und der Botschaft seiner Nationalität in der Hauptstadt und in London sowie mit der britischen Grenzkontrolle machen konnte. Und es scheint diese Regel mit den Visas zu geben, aber nicht offiziell, weil die Britten zu feige sind das gegenseitige Abkommen über Visafreiheit aufzukündigen sondern nur eine interne Regel für den eigenen Grenzschutz. Sieben Stunden voller Telefonate war dann klar, dass die Reise nicht klappen wird.

    Und natürlich ist auch niemand verantwortlich, es gibt nichts offizielles, so dass er auch noch auf seinen Kosten sitzen bleiben wird.

    Und alles nur, weil er in einem Land auf dem afrikanischem Kontinent geboren wurde. Und genau da ist der Rassismus der weißen, westlichen Welt. Das ist nicht nur ein britisches Problem, auch in Frankreich, Dänemark, Deutschland, Spanien, Österreich, Schweden, anderen europäischen Ländern behandeln wir bestimmte Menschengruppen als Menschen zweiter Klasse. Jeden Tag.

  • Hawaii 2011

    Blick vom Subaru-Teleskop auf Mauna Kea, Big Island, Hawaii, auf die Teleskope des Submillimeter Array und Mauna Loa bei Sonnenaufgang
    Blick vom Subaru-Teleskop auf Mauna Kea, Big Island, Hawaii, auf die Teleskope des Submillimeter Array und Mauna Loa bei Sonnenaufgang

    Nach einer der Beobachtungsnächten am Subaru Teleskop auf Hawaii, bekam ich noch die Führung durchs Teleskop und hatte danach die Chance vom “Catwalk” noch den Sonnenaufgang zu genießen. Im obigen Bild sieht man den Schatten vom Berg, auf dem ich bin an dem anderen hohen Berg auf Big Island projiziert.

    In über 4 km Höhe ist man fast immer über den Wolken, entsprechend selten gibt es Niederschläge. Und durch die vulkanische Bildung sieht die Landschaft wie Mondlandschaft aus. Als Kontrast noch ein Foto 40 km entfernt und 4 km weiter unten.

    Westküste nördlich von Hilo, Big Island, Hawaii
    Westküste nördlich von Hilo, Big Island, Hawaii

    Dies war die Reise, bei der ich mit dem Fahrrad zum Flughafen geradelt bin.

  • Deutschland 2011

    Schlafplatz am Morgen, inmitten von grün, kurz vorm zusammen packen
    Schlafplatz am Morgen, inmitten von grün, kurz vorm zusammen packen

    Wenn man einen Dienstreise nach Hawaii (und auf dem Rückweg nordamerikanische Ostküste) hat und 250 km vom Flughafen Frankfurt lebt, warum dann nicht anstelle des Zugs mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren? Und wenn man schon dabei ist, warum nicht auch noch wild campen? Da ich schon Erfahrung mit langen Radtouren hatte, erschien mir die Reise nicht so verrückt. Die Radtour hat zwar meinen CO2 Fußabdruck nicht wirklich verbessert, aber das Gefühl, etwas erreicht zu haben war trotzdem gut. So viel Gepäck hatte ich sonst nicht beim Radfahren: viel mehr Wechselsachen, meinen großen Wanderrucksack, Laptop…

    Den größten, unerwarteten, Nutzen bemerkte ich jedoch auf der Rückfahrt. Über Nacht flog ich von Boston zurück nach Frankfurt, den Tag des Rückfluges hatte ich noch Boston mit einem geliehenem Fahrrad erkundet. Ich glaube, ich war morgens um 8 in Frankfurt, musste noch zum Hotel, wo das Fahrrad (und alles, was ich nicht in den USA brauchte) die letzten 3 Wochen sicher verwahrt war, dann vom Reiserucksack alles in die Fahrradtaschen umpacken, zeitiges Mittag und los ging es. Und so radelte ich innerhalb von 15 Stunden auf zwei verschiedenen Kontinenten. Es ging flussaufwärts durchs Main- und Kinzigtal, schauen wie weit ich komme. Auf der Wasserscheide zum Fuldatal übernachtete ich, die letzen Höhenmeter merkte ich, dass ich die Nacht zuvor im Flugzeug geschlafen hatte. Aber dafür hatte ich keine Probleme mit Jetlag, sondern fühlte, dass ich die Zeit gut nutzen konnte. Im Zelt habe ich super geschlafen und fühlte mich am nächsten Morgen richtig gut.

    Voll bepacktes Fahrrad auf leerem Radweg
    Voll bepacktes Fahrrad auf leerem Radweg
  • Kanada 2012

    Regenbogen über den Niagara-Fällen (zwischen den USA und Kanada)
    Regenbogen über den Niagara-Fällen (zwischen den USA und Kanada)

    Am Rande einer Konferenz, und auf dem Rückweg von Maui, hatte ich die Chance auch die Niagara Fälle zu sehen. Es war etwas anders, als ich zu der Zeit bevorzugte, wir kamen in einer großen Gruppe und allgemein sind die Niagarafälle ein sehr touristischer Ort, also völlig anders als beispielsweise mein Urlaub. Und doch gab es auch ruhige und nicht überlaufene Stellen an der Brüstung. Ohne die Gruppe hätte ich auch nie den Bootsausflug gemacht, was auch schade gewesen wäre, da die großen Mengen an fallendem Wasser beeindruckend waren.

  • La Palma 2014 (4)

    Sonnenaufgang hinter Teneriffa von der Dachterrasse meiner Wohnung auf La Palma aus gesehen.
    Sonnenaufgang hinter Teneriffa von der Dachterrasse meiner Wohnung auf La Palma aus gesehen.

    Die meisten Häuser auf La Palma haben eine Dachterrasse und aufgrund der steilen Hänge, hat auch jedes Haus in mindestens eine Richtung einen guten Ausblick. Da ich gerne früh aufstand und aufgrund der Zeitzone La Palma sehr späte Sonnenauf- und -untergänge hat, konnte ich den Sonnenaufgang regelmäßig genießen.

    Zwischen den beiden Fotos liegen zwei Monate. Während im gezoomten oberen Foto (vom Oktober) die Sonne über dem flachen, nördlichen Teil Teneriffas aufgeht, ist der Sonnenaufgang im unteren Bild (Dezember) über der höheren Mitte der Insel (südlicher).

    Sonnenaufgang hinter Teneriffa von der Dachterrasse meiner Wohnung auf La Palma aus gesehen.
    Sonnenaufgang hinter Teneriffa von der Dachterrasse meiner Wohnung auf La Palma aus gesehen.

    Von Ronny Errmann

  • Spanien 2017

    Blick von der Sierra de Huetor auf die darunter liegende Tiefebene von Granada (Spanien)
    Blick von der Sierra de Huetor auf die darunter liegende Tiefebene von Granada (Spanien)

    Ich hatte die Chance, Freunde in Spanien zu besuchen. Und so kam es Anfang März zu dieser Wanderung im Nationalpark Sierra de Huetor bei nicht gerade bestem Wetter und doch schon sehr frühlingshaft. Es gab wieder viel Veränderung in der Landschaft zu sehen, von Olivenhainen über trockene und felsige Landschaft zu ausgedehnten Wald- und Wiesengebieten. Das viele Grün war auf jeden Fall eine Wohltat, Anfang März kenne ich sonst so etwas nicht.

    Landschaft der Sierra de Huetor, in der Nähe von Granada, Spanien. Wolken waren überall, unter uns, über uns, und manchmal waren wir auch in ihnen drin.
    Landschaft der Sierra de Huetor, in der Nähe von Granada, Spanien. Wolken waren überall, unter uns, über uns, und manchmal waren wir auch in ihnen drin.
  • Das Leben unter unseren Füßen

    Ammoniten im Muschelkalk, Thüringer Senke
    Ammoniten im Muschelkalk, Thüringer Senke. Die Kameratasche ist etwa 10 cm groß.

    Ich finde Geologie interessant, vor allem, wie sich langsam die Erde verändert (hat). Daher auch die vielen Zeitraffer Videos, auch wenn diese nur deutlich kürzere Zeiträume abdecken können. Der Stein im Foto ist Abraum eines Tunnelbaus und enthält so viele versteinerte Ammoniten. Diese lebten vor 240 Millionen Jahren (Trias – Muschelkalk) in einem flachen Meer und einige davon wurden nach ihrem Tod so von Karbonatschlämmen bedeckt, dass sie erhalten blieben. Über die Jahrmillionen sind viele weitere Schichten darüber abgelagert wurden, die ebenfalls versteinerten, das gesamte Land hat sich gehoben und teilweise wieder gesenkt, viel Material wurde wieder abgetragen und jetzt laufen wir auf diesen alten Zeugnissen von Leben herum.

  • England 2022 (2)

    Frühling in England

    Das Osterwochenende kam wie (fast) jedes Jahr mit bestem Wetter, viel Sonne und Wärme. Draußen zu sein macht Spaß, es ist so grün und blumig. Dies ist einer von vielen Eindrücken vom Wochenende, als Blütenenliebhaberin konnte man aller 5 Minuten solche Fotos machen.

  • Norwegen 2014 (7)

    Blick auf Tromsø von Fjellheisen (Norwegen)
    Blick auf Tromsø von Fjellheisen (Norwegen)

    Vor unserer Wanderung hatten wir einen Tag zum Erkunden von Tromsø. Die Zeit nutzten wir unter anderem zum Besuch des Fjellheisen, von wo aus man einen echt schönen Blick über die Stadt hat. Dort packten wir dann auch zum ersten Mal unsere Wanderstöcke aus, um etwas den Umgang damit zu üben bevor der schwere Rucksack hinzukam. Es gab einigen Spaß und wir waren froh, dass uns nicht zu viele Leute sehen konnten. Am Ende der Wanderung zurück zur Stadt fühlten wir uns dann aber ausreichend geübt fürs große Abenteuer.